Reihe „Bauen im Regensburger Land“ zieht erfolgreiche Zwischenbilanz
Landrat Mirbeth: „Baukultur gemeinsam entwickeln“
Mitteilung vom 03.02.2010
Regensburg (RL). Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bauen im Regensburger Land“ haben über 200 Bürgermeister, Bauausschussmitglieder und Gemeinderäte bei den ersten vier Auftaktveranstaltungen in Beratzhausen, Regenstauf, Pettendorf und Geisling mit Landrat Herbert Mirbeth, Kreisbaumeisterin Urte Kelm und Bauamtsleiter Herbert Straubmeier diskutiert. Themen waren unter anderem das Maß an gestalterischer Steuerung von Wohngebieten und Ortsrändern durch Festsetzungen in Bebauungsplänen, die Ausweisung von Flächen für regenerative Energien sowie die Revitalisierung von Ortskernen. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus. „Wir konnten die Entscheidungsträger in den Gemeinden für eine qualitätvolle bauliche Entwicklung unserer Orte im Regensburger Land sensibilisieren“, zeigt sich Landrat Herbert Mirbeth zufrieden. Die hohe Resonanz der Besucher mache deutlich, dass man mit dem Thema den richtigen Nerv getroffen habe. 65 Prozent der geladenen Gäste haben an den Veranstaltungen teilgenommen.
Das Konzept der vier Auftaktveranstaltungen zielte auf eine direkte Beteiligung der Bürgermeister, Bauausschussmitglieder und Gemeinderäte ab. „Wir wollen keiner Gemeinde eine Baukultur von oben verordnen, sondern gemeinsam Empfehlungen erarbeiten“, betonte Mirbeth. Alle Teilnehmer konnten mitentscheiden, welche Themen in den folgenden Veranstaltungen der Reihe behandelt werden sollten. Die meisten Stimmen erhielten die Themen „Nachhaltige Siedlungsentwicklung, Revitalisierung der Dörfer und Ortskerne, Flächen für regenerative Energien“, „Baukultur am Einzelobjekt“, „Qualitätsmerkmal Dorf ohne Landwirtschaft 2030“ und „Klimaschutz und Bauleitplanung“. „Die gewählten Schwerpunkte werden in der nächsten Zeit in Vorträgen, Seminaren und Workshops vertieft“, informierte Kreisbaumeisterin Urte Kelm. Zuvor ist im Mai 2010 eine Diskussionsveranstaltung mit Architekten, Stadtplanern und Handwerksmeistern im Landkreis geplant.
„Es geht uns nicht darum, die Bauherren zu gängeln“, betonte der Landrat immer wieder bei den vier Veranstaltungen. Vielmehr wolle man zusammen mit den Gemeinden ein Wohnumfeld mit hoher Qualität im gesamten Landkreis erhalten. Wohnen auf dem Land müsse sich vom verdichteten, urbanen Wohnen in der Stadt absetzen und als positives Gegenmodell weiterhin attraktiv für Neubürger zu sein. Das Ziel sei nicht die Uniformität in den Siedlungen, Straßenzügen und Ortsrändern, sondern die „harmonische Vielfalt“, erklärte Mirbeth.
Ein Wachstum um jeden Preis wäre nicht nachhaltig. „Man würde sich im wahrsten Sinne des Worte die Zukunft verbauen“, so der Landrat. Stattdessen sollten die Vorteile unterstützt werden, die das Leben auf dem Land ausmachen. Hierzu gehöre neben einem vielfältigen Erholungs- und Freizeitangebot, einem intakten Vereins- und Sozialleben und einem guten Betreuungsangeboten für Kinder eben auch eine ansprechende und vielfältige Baukultur.
Hintergrund:
Die Veranstaltungsreihe „Bauen im Regensburger Land“ ist eine Fortsetzung der Aktionen zum Thema „Leben, Bauen und Wohnen im Regensburger Land“. Im Jahr 2009 wurde bereits die Baulandbörse www.bauen-im-regensburger-land.de ins Leben gerufen und auch die Regionaltage mit dem Bauinfotag im Landratsamt standen unter dem Motto „Leben, Bauen und Wohnen“.
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